Lasek
Sicherer aber schmerzhafter?
Bezüglich der Lasek-Technik streiten sich die Experten der Augenlaserchirurgie (refraktiven Chirurgie) bis heute. Es gilt zwar inzwischen als erwiesen, dass Lasik die am häufigsten eingesetzte Technologie für das Augenlasern ist. Diverse Professoren an deutschen Unikliniken weisen jedoch immer wieder auf Risiken von Lasik hin, die es bei Lasek nicht gibt. Hier dreht sich viel um die Gefahr, dass der geöffnete Teil der Augenoberfläche (der Flap) bei Lasik möglicherweise nicht mehr vollständig anwächst und sich bei einem Unfall oder z.B. harten Aufprall (z.B. durch einen Ball an den Kopf) lösen und verloren gehen könnte - mit verheerenden Folgen. Lasek bietet hier mit seiner etwas anderen Behandlungstechnik eine sicherere Lösung, behaupten einige Augenlaserexperten. Auf der anderen Seite verkauft sich diese Behandlungsart anscheinend nicht so gut, dass die Behandlung deutlich schmerzhafter ist und die Genesung auch nicht so schnell erfolgt wie bei einer Lasik-OP, bei welcher man in vielen Fällen nach zwei Tagen wieder normal arbeiten kann.
WERBUNG
Die LASEK-Methode im Detail
Lasek bedeutet "Laser Epithelial Keratomileusis" und ist die Weiterentwicklung der ersten Augenlaseroperationsmethode PRK. Keratomileusis heißt Schnitttechnik, wobei, im Gegensatz zur Lasik-Methode, bei der Lasek-Methode nicht in die Hornhaut geschnitten wird. Dieses neueste Verfahren eignet sich für alle mit niedriger bis mittlerer Fehlsichtigkeit ab einem Alter von 18 - 65 Jahren. Diese Behandlungsoption kommt dann in Frage, wenn Lasik beim Patienten nicht durchgeführt werden kann, z.B. wegen zu dünner Hornhaut, speziellen Augenerkrankungen oder wenn der Patient Angst vor einem Schnitt ins Auge hat oder diesen nicht wünscht. Die Lasek-Methode dient der Korrektur von Sehfehlern wie Myopie (Kurzsichtigkeit), des Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) und der Hyperopie.
Vor der LASEK OP
Nachdem in einem medizinischen Beratungsgespräch die Lasek als geeignete Behandlungsmethode ausgewählt wurde, kann in einem speziellen Augenlaser Zentrum die Behandlung ambulant durchgeführt werden. Zwei Wochen vor der Operation darf der Patient, um Fehlmessungen zu vermeiden, keine Kontaktlinsen mehr tragen. Mit Augentropfen wird das zu operierende Auge betäubt, womit die Behandlung für den Fehlsichtigen schmerzfrei bleibt.
Die LASEK OP
Die oberste Hornhautschicht, das Epithel, wird mit einer 20%-igen Alkohollösung getränkt, gelockert und vorsichtig zur Seite hin umgeklappt. Mit dem Excimerlaser wird das freigelegte Areal gelasert und das tiefer liegende Hornhautgewebe innerhalb von 20 - 30 Sekunden hochpräzise abgesaugt. Nach dieser Laserbehandlung wird das Epithel auf die Wunde zurückgeklappt und angedrückt. Die Operation ist abgeschlossen.
Nach der LASEK OP
Das Auge wird nochmals untersucht und zum Schutz der Wunde mit einer weichen Verbandslinse versehen. Der Heilungsprozess kann in den ersten beiden Tagen schmerzhaft sein. Der Patient sieht noch undeutlich und das operierte Auge kann tränen und brennen.Nach dem Heilungsprozess von 3 -5 Tagen kann der Patient die Verbandslinse selbst entfernen. Danach müssen zur Nachbehandlung antientzündliche Befeuchtungstropfen mehrere Tage oder Wochen regelmäßig getropft werden, um eine Narbenbildung zu vermeiden. In den ersten beiden Wochen nach der Operation sollte der Patient nicht arbeiten und in den ersten Nächten das Auge abdecken, bis die erste Heilphase abgeschlossen ist. Saunabesuche, Solarium, anstrengende, sportliche Aktivitäten und Schwimmen sollten vermieden werden. Staubige, rauchige oder durch Heizung trockene Luft kann zu geröteten Augen führen und sollte gemieden werden. Nach wenigen Wochen stellt sich die angestrebte Sehkraft normalerweise ein. Der Patient kann ohne Sehhilfen wieder gut sehen.